Die LAG nordburgenland plus hat in Zusammenarbeit mit dem Land Burgenland, den beteiligten Gemeinden sowie dem Umweltbundesamt das Naturschutzprogramm Gemeindeschutzgebiete im Nordburgenland auf kommunaler Ebene ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, der heimischen Pflanzen- und Tierwelt ein Rückzugsgebiet zu geben, um die vielfältige Biodiversität in der Region aufrechtzuerhalten.
„18 Gemeinden verteilt auf die Bezirke Mattersburg, Eisenstadt sowie Neusiedl am See haben sich der Initiative angeschlossen, und Flächen in den Gemeinden in 21 Gemeindeschutzgebiete umfunktioniert. Das ist ein großer Schritt, um unsere Naturschätze nachhaltig zu schützen“, betont LAG-Obmann Christian Illedits.

Die Initiative besteht aus drei Teilen:
  • Gemeindeschutzgebiete an sich,
  • Vernetzung der Gemeindeschutzgebiete und eine
  • Informationsbroschüre, die bei den Menschen das Bewusstsein zum Schutz ihrer heimischen Natur wecken soll.
„Die Broschüre Wege zur Natur, die engagierten Gemeinden und bereit gestellte Finanzmittel durch Bund, Land und EU ermöglichen es, dass noch mehr ganzheitliche Naturoasen entstehen“, erklärt LAG-Obmann Christian Illedits.
 
Eines der 21 Gemeindeschutzgebiete befindet sich in Mörbisch am See. Die Gemeinde hat die Übergangszone zwischen dem Feuchtwiesenbereich und dem Schilfgürtel des Neusiedler Sees als Gemeindeschutzgebiet „Seewiesen“ realisiert. Im Zuge des LEADER-Projekts wurde auch der ehemalige Grenzturm neu errichtet und dient als Aussichtswarte. „Mit dem Gemeindeschutzgebiet haben wir eine einmalige Naturoase für Pflanzen und Tiere geschaffen, die auch Gästen und Einheimischen für Naturbeobachtungen zur Verfügung steht“, betont Jürgen Marx, Bürgermeister von Mörbisch am See.
„Das Gemeindeschutzgebiet in Mörbisch zeigt, dass die Schutzgebiete auf kommunaler Ebene positive Aspekte für die Natur, die Gemeinde, die Bevölkerung und Gäste unserer Region haben. In Zukunft sollen weitere Gemeinden an der Initiative teilnehmen“, erklärt LAG-Obmann Christian Illedits.