LEADER-Aktionsgruppe „nordburgenland plus“: 32 neue Projekte nach Sommerpause genehmigt

Illedits: Startschuss für Kleinregionen im Nordburgenland

Eisenstadt, 06. Oktober 2011. – Die Lokale Aktionsgruppe „nordburgenland plus“ – der Verein zur Umsetzung des LEADER-Förderprogramms in den Bezirken Neusiedl, Eisenstadt und Mattersburg – hat heute Nachmittag die vierte Vorstandssitzung des Jahres 2011 abgehalten und dabei 32 neue Projekte zur Förderung empfohlen. Die Gesamtkosten der bewilligten Projekte betragen circa 2,4 Mio. Euro, davon werden rund 1,4 Mio. Euro über die LAG gefördert. „Die in dieser Vorstandssitzung zur Förderung empfohlenen Projekte zeigen einmal mehr, das breite Spektrum an Projekten das das LEADER Förderprogramm abdeckt. Von diesen Projekten profitieren alle – die Gemeinden, die Bewohner und auch die Wirtschaft“, so Christian Illedits, Obmann der LEADER-Aktionsgruppe „nordburgenland plus“.

Die über LEADER zur Förderung empfohlenen Projekte decken konkret folgende Themen ab:

  • Strassenbeleuchtungen werden in Breitenbrunn, Forchtenstein, Halbturn, Leithaprodersdorf, sowie Parndorf erneuert. Durch den Einsatz neuer Beleuchtungskörper werden ein geringerer Energieverbrauch und damit ein Mehrwert für die Umwelt erzielt. 
  • In Mattersburg wird unter Federführung von Bürgermeisterin Ingrid Salamon an der Schaffung von Kommunikationsplätzen gearbeitet. Diese Plätze sollen das Miteinander in Mattersburg fördern, indem sie den Bürgern mehr Raum für Kommunikation ermöglichen.
  • Die Gemeinde Parndorf wird bei der Umsetzung von zwei Projekten unterstützt: im Bereich der Neudorfer Strasse sind Maßnahmen zur Verkehrssicherheit geplant, ebenso bei den Kinderspielplätzen im Ort.
  • Schattendorf geht unter Vizebürgermeister Johann Lotter neue Wege im Bereich der Mobilität: für die Umsetzung eines Dorftaxis soll die Unterstützung einer Studie die nötigen Grundlagen liefern.
  • Die Jugend ist der Gemeinde Tadten ein besonderes Anliegen: davon zeugt ein Sandvolleyballplatz, der bis zur nächsten Beachvolleyballsaison realisiert werden soll.
  • Die neue Initiative zur Einrichtung von Gemeinde-Naturschutzgebieten läuft mit 13 Gemeinden über das gesamte Nordburgenland verteilt weiter. Mit Hilfe dieser Schutzgebiete soll der Bevölkerung der Wert der Natur nähergebracht werden. Zu den einzelnen Standorten im Detail: im Bezirk Neusiedl am See werden Gemeindenaturschutzgebiete in Apetlon, Edelstal, Illmitz, Parndorf, Winden am See sowie Zurndorf eingerichtet. Im Bezirk Eisenstadt konnten in den Gemeinden Donnerskirchen, Müllendorf, Siegendorf, Steinbrunn sowie Wulkaprodersdorf geeignete Standorte für dieses Naturschutzvorhaben gefunden werden. Zusätzlich runden die beiden Standorte im Bezirk Mattersburg – Sieggraben und Rohrbach bei Mattersburg – diese Initiative ab. 
  • Neben den Gemeindenaturschutzgebieten konnte der Vorstand von drei weiteren Naturschutzprojekten überzeugt werden: „Ressource Schilf“ ist ein Projekt des Nationalparks Neusiedler See – Seewinkel, das sich ganzheitlich mit dem Thema Schilf beschäftigt. Ein weiteres Projekt des Nationalparks, nämlich die „Rolle und das Potential von Schutzgebieten“, soll in Kooperation mit einer slowenischen und einer deutschen LAG realisiert werden. Neben diesen beiden Schwerpunkten im Bezirk Neusiedl am See soll auch ein Förderwerber im Bezirk Mattersburg unterstützt werden: der Naturpark Rosalia – Kogelberg trachtet danach, seine naturtouristische Infrastruktur zu verbessern. 
  • Die Homepage-Förderaktion der LAG „nordburgenland plus“ erfreut sich größter Beliebtheit: Seit Anfang des Jahres wurde bereits für 30 Mitgliedsgemeinden die Homepageunterstützung genehmigt. Heute wurden für die Förderungen für neun weitere Mitgliedsgemeinden - konkret Zurndorf, Potzneusiedl, Gattendorf, Gols, Mattersburg, Breitenbrunn, Rohrbach bei Mattersburg, St. Margarethen sowie Steinbrunn - die notwendigen Beschlüsse gefasst. 
  • Stärkung von Klein- und Mittelbetrieben mit einem Gesamtaufwand von rd. 300.000€ - vor allem für Projekte wie die Erstellung einer Homepage, PR-Maßnahmen oder Investitionen in die Nahversorgung.

Ein wesentlicher Impuls für die Entwicklung des Nordburgenlandes wird auch von den drei zur Förderung empfohlenen Eigenprojekten erwartet: 

  • Bis Anfang nächsten Jahres soll eine Machbarkeitsstudie ausloten, inwieweit Kleinregionen im Nordburgenland implementiert werden können. Durch diese Gemeindekooperationen werden Synergiepotentiale für die Gemeinden erwartet, eine Umsetzung ist für nächstes Jahr zu erwarten. 
  • Das Thema „Wein“ spielt im Nordburgenland eine große Rolle. Um dieses Thema verstärkt zu vermarkten, soll in den nächsten Jahren ein Projekt mit dem Namen „Weinstraßen Region Neusiedler See“ umgesetzt werden. 
  • Inklusive dieser Vorstandssitzung konnten dieses Jahr rund 25 Gemeindeschutzgebiete zur Förderung empfohlen werden. Um diese Schutzgebiete verstärkt zu bewerben, wird eine Informationsbroschüre umgesetzt. „Gemeindekooperationen sind derzeit in aller Munde. Unser Kleinregionsmodell zielt jedoch nicht auf die Zusammenlegung von Gemeinden ab, wie es zum Beispiel derzeit in der Steiermark geschieht; vielmehr sollen Bereiche ausgelotet werden, in denen Gemeinden thematisch kooperieren und somit Synergieeffekte erzielen können“, so Illedits abschließend.

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Mag. Andreas Zeman Mag. Andreas Zeman
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