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LEADER 2014-2020

DEM LEBEN AM LAND ZUKUNFT GEBEN

Die EU unterstützt die Entwicklung ländlicher Gebiete im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). In 7-Jahres-Rhythmen werden dabei Prioritäten definiert, die - aktuell von Wissenstransfer und Innovation - über die Stärkung der Lebensmittelkette bis hin zu sozialer Eingliederung und Stärkung der wirtschaftlichen Entwicklung reichen.

Im Programm für Ländliche Entwicklung hat Österreich – federführend koordiniert durch das Ministerium für ein lebenswertes Österreich - dargestellt, mit welchen Maßnahmen der ländliche Raum unterstützt werden kann.

Eine besondere unter diesen Maßnahmen ist dabei LEADER, da sie auf den Potenzialen und Herausforderungen einer einzelnen Region ansetzt, und die Bürger befähigt, selbst Projekte und Initiativen umzusetzen.

Wie funktioniert LEADER?

Den Startpunkt bildet der Entschluss mehrerer Gemeinden, gemeinsam als Region einen Entwicklungsprozess zu beginnen, und um LEADER-Fördermittel anzusuchen. Im Nordburgenland haben sich 69 Gemeinden der Bezirke Mattersburg, Eisenstadt und Neusiedl am See zur LEADER-Region nordburgenland plus zusammengeschlossen.

Als nächsten Schritt werden unter Einbindung einer breiten Öffentlichkeit Vorstellungen und Pläne entwickelt, was man in 7 Jahren gemeinsamer Arbeit in der Region verändern möchte. Diese Ideen und Ansätze werden in der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) niedergeschrieben, die das Arbeitsprogramm für die jeweilige Region darstellt. Nach erfolgter Genehmigung durch das Ministerium für ein lebenswertes Österreich ist die Region dann offiziell LEADER-Region und bekommt ein Projektbudget zugeteilt.

In jeder LEADER-Region wirkt eine Lokale Aktionsgruppe (LAG). Diese Gruppe setzt sich zusammen aus den Gemeindevertretern und zahlreichen Personen aus Wirtschaft, Bildung, Sozialem und aus Vereinen. Der Vorstand dieser als Verein organisierten Lokalen Aktionsgruppe hat die Aufgabe, alle Projekte die aus der Region einlangen und um Förderung aus dem LEADER-Budget ansuchen, nach einem festgelegten Kriterienset zu prüfen, und über die Förderung zu entscheiden.

Jede LEADER-Region hat zur Unterstützung ein LAG-Management vor Ort eingerichtet, das die Lokale Aktionsgruppe bei der Umsetzung ihrer Strategie und die Projektträger bei der Umsetzung ihrer Projekte unterstützt.

Von 2014 bis 2020 werden auf diesem Weg für ca. 147.000 Einwohner Projekte zur Stärkung und Gestaltung des Nordburgenlands geplant und umgesetzt.

Durch diesen Ansatz von unten („bottom up“) - d.h. aus der Region und von den Bürgern - wird die regionale Identität gestärkt und vorhandenes Entwicklungspotenzial gehoben.

Förderperiode 2014-2020

Aktionsfeld 1: Wertschöpfung

  • Steigerung der Bekanntheit und Schaffung alternativer Vertriebswege für regionale Produkte
  • Weintourismus ausbauen und professionalisieren
  • Naturtourismus ausbauen und professionalisieren
  • Tourismusstrukturen aufbauen und professionalisieren

Aktionsfeld 2: Natürliche Ressourcen und kulturelles Erbe

  • Wertbewusstsein und Wertschätzung für Naturlebensräume und Naturvermittlung steigern
  • Erhaltung und Nutzung alter Sorten bzw. Rassen
  • Bewusstseinsbildung für regionale Lebensmittel
  • Sensibilisierung für den Welterbe-Status

Aktionsfeld 3: Gemeinwohl – Strukturen und Funktionen


Themenfeld 1:
Stärkung der Orte
  • Attraktivierung von Nahversorgung als regional eingebettetes Wirtschaftsmodell
  • Bündelung kommunaler Energiestrategien
  • Neue Funktionen für Ortskerne finden

Themenfeld 2:
Bildung und LLL
  • Selbstorganisiertes Lernen fördern und unterstützen
  • Berufsorientierung unterstützen
  • Bereitschaft für LLL erhöhen und Nutzen kommunizieren
  • Gleiche Chancen im Zugang zu LLL unterstützen
  • Zur Selbständigkeit ermutigen

Themenfeld 3:
Sozialer Zusammenhalt
  • Stärkung des ehrenamtlichen Engagements
  • Impulse zur Integration setzen

Themenfeld 4:
Jugend
Genaue Informationen zu Fördermöglichkeiten finden Sie in der Lokalen Entwicklungsstrategie. Hier gehts zur LES 2014-2020